Jes 25, 6-9
6 Und der Herr Zebaoth wird auf diesem Berge allen Völkern ein fettes Mahl machen, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist. 7 Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind.
8 Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der Herr wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der Herr hat’s gesagt.
9 Zu der Zeit wird man sagen: »Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns helfe. Das ist der Herr, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.«
1. Kor 15, 1-11
1 Ich erinnere euch aber, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, 2 durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr’s umsonst geglaubt hättet.
3 Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; 4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; 5 und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.
6 Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. 7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. 8 Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. 9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.
10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. 11 Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt ihr geglaubt.
Lk 24, 1-10
1 Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. 2 Sie fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab 3 und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesus nicht. 4 Und als sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer in glänzenden Kleidern. 5 Sie aber erschraken und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
6 Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war 7 und sprach: Der Menschensohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. 8 Und sie gedachten an seine Worte.
9 Und sie gingen wieder weg vom Grab und verkündigten das alles den Elf und allen andern Jüngern. 10 Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und die andern Frauen mit ihnen; die sagten das den Aposteln.
Predigt: 1 Pet 1, 3
Wie wichtig ist Ostern für dich und mich? Der Apostel Petrus sagt: „Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Gnade durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einer lebendigen Hoffnung wiedergeboren hat“ (1. Petrus 1,3). Dem können wir nur zustimmen! Jesus starb und stand auf für die Sünden der ganzen Welt, besonders für dich.
Tatsächlich ist es gerade deshalb, weil Jesus für dich gestorben und auferstanden ist, dass du sicher sein kannst, dass dir deine Sünden vergeben sind und dass du das ewige Leben hast. Für dich ließ Jesus zu, dass er geschlagen und gegeißelt, verspottet und verhöhnt wurde. Für dich ließ Jesus zu, dass ihm eine Dornenkrone aufgesetzt wurde. Aber das Wichtigste von allem ist: Für dich hat sich Jesus an jenem schicksalhaften Freitag hingelegt und zugelassen, dass seine Hände und Füße an ein Holzkreuz genagelt wurden. Klack. Klack. Klack.
Nun hätte Jesus jederzeit sagen können: „Das war’s! Ich habe genug. Nicht mehr. Ich bin weg!” Aber für dich, für dich hat Jesus nicht nur das Kreuz ertragen, Jesus ist am Kreuz gestorben. Und er tat es, um für all deine Sünden zu bezahlen. Er wurde dann in ein Grab gelegt. Und gerade als es so aussah, als sei alles verloren, gerade als es so aussah, als sei dieser Messias nur ein grausamer Scherz, gerade als es so aussah, als sei es das gewesen. Genau in diesem Moment geschah es.
Jesus ist von den Toten auferstanden. Petrus sagt: „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen wie Silber oder Gold erlöst worden seid sondern mit dem kostbaren Blut Christi, eines Lammes ohne Makel und ohne Fehler. Er wurde vor der Erschaffung der Welt auserwählt, aber in diesen letzten Zeiten um euretwillen offenbart. Durch ihn glaubt ihr an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und verherrlicht hat, und so sind euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott gerichtet” (1,18-21).
Ja, Ostern ist wichtig für dich für mich! Als Nachfolger Jesu glauben wir, dass dies die Wahrheit ist. Petrus sagt: „Ihr habt euch gereinigt durch den Gehorsam gegenüber der Wahrheit” (1,22). Das ist es, woran wir glauben, doch andere könnten uns einfach abtun. Wir hier in dieser lutherischen Gemeinde sind eine Gemeinschaft. Und als Gemeinschaft, die Teil des Leibes Christi ist, leben wir aus dem Glauben. Wir vertrauen darauf, dass Gottes Wort die Wahrheit ist. Ja, wir glauben, dass dieses Wort der Auferstehung die Wahrheit ist und für uns gilt. Unser ewiges Schicksal hängt von diesem Wort des Glaubens ab, dass „Gott uns durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einer lebendigen Hoffnung wiedergeboren hat“. Wie wird es für andere aussehen, wenn Ostern für uns wichtig ist?
Wenn Ostern uns wichtig ist, sieht es dann so aus? Sobald der Gottesdienst vorbei ist und die Trompeten stille sind, lassen wir Ostern so ziemlich auf dem Kirchenparkplatz zurück und kehren in unseren Alltag zurück. Vielleicht machen wir uns auf den Weg zu dem großen traditionellen Mittagessen bei Oma. Oder vielleicht macht ihr auch ein schönen Braai. Oh, und wenn du richtig Glück hast, schaffst du heute Nachmittag sogar ein Mittagsschläfchen! Aber so schön das alles auch sein mag: Spätestens um 5 oder 6, spätestens um 7, ist das Leben so gut wie wieder normal. Und Ostern ist für ein weiteres Jahr vorbei und erledigt.
Wenn Ostern wichtig ist, sieht es dann so aus? Nein! Wenn wir so leben, als ob Ostern wichtig wäre, legen großen Wert darauf, Gemeinschaft zu sein, auf unser Zusammenleben als Leib Christi. Wir kommen weiterhin in Gottes Haus, um sein Wort zu hören und das Abendmahl zu empfangen. Wir bleiben in unseren täglichen Gebeten und Andachten eifrig.
Wenn Ostern wichtig ist, setzen wir als Gemeinde unsere guten Werke in unserer Gemeinschaft fort. Wir sorgen dafür, dass wir den Bedürftigen helfen. Wir geben unsere Zeit, unsere Kraft und sogar unser Geld, um das Wort zu verbreiten, nicht nur hier, sondern in unserer Gemeinde, auch durch das Seminar, durch unsere Mission LKM, die unsere Reichweite sogar bis an Orte ausdehnt, die mit dem Auto nicht erreichbar sind.
Aber wenn Ostern uns wichtig ist, ist es nicht nur für uns alle wichtig, sondern für jeden von uns persönlich. Dietrich Bonhoeffer sagte einmal: „Wir müssen bereit sein, uns von Gott unterbrechen zu lassen. Gott wird uns ständig den Weg kreuzen und unsere Pläne durchkreuzen, indem er uns Menschen mit Ansprüchen und Bitten schickt.“ Da Ostern wichtig ist, wirst du dich von Gott unterbrechen lassen?
Was wäre zum Beispiel, wenn du und dein Ehepartner zu einem vermeintlich schönen, ruhigen Brunch ausgehen? Ihr seid zu zweit. Keine Kinder, keine Ablenkungen, einfach etwas Zeit zu zweit. Aber stell dir nun vor, dass du, nachdem ihr euch an den Tisch gesetzt habt, feststellst, dass die Kellnerin eine Tochter dieser Gemeinde ist. Du kennst dieses Mädchen, auch wenn sie schon eine Weile nicht mehr in der Kirche war. Du könntest so tun, als würdest du sie nicht erkennen. Aber wenn Ostern wichtig ist, machst du dir Sorgen, wenn deine Schwester in Christus die Gnade und Vergebung verpasst, die der Herr im Gottesdienst schenkt. Also verbringst du etwas Zeit damit, mit dem jungen Mädchen zu reden. Du lässt sie wissen, dass du sie vermisst, und du betest für sie.
Oder vielleicht lässt du Gott deinen vollen Terminkalender gerade so lange unterbrechen, um einige unserer Senioren zu besuchen, die ans Haus gefesselt sind und nicht zur Kirche kommen können. Bring ihnen einen Teller Kekse vorbei. Besuche sie. Lest gemeinsam einen Psalm und sprecht ein Gebet. Das ist eine Möglichkeit, nicht nur für andere in dieser Glaubensgemeinschaft zu sorgen, sondern auch, in deinem Alltag zu zeigen, dass Ostern wichtig ist. Ostern ist dir wichtig, und es wird auch für die Person wichtig sein, die du besuchst.
Wenn wir daran denken, Ostern in unseren Alltag zu integrieren, was könnte alltäglicher sein, als zu Spar oder Pick n Pay zu gehen? Was, wenn du durch die Gänge gehst und plötzlich steht er oder sie da. Das ist dein Nachbar, und er oder sie leidet. Vielleicht wurde er oder sie entlassen und findet keine Arbeit, vielleicht hat ihn oder sie der Ehepartner verlassen, oder vielleicht gab es einen Todesfall in der Familie. Das Einfachste wäre, den Kopf zu senken und wortlos an ihm oder ihr vorbeizugehen. Aber wenn du so lebst, als ob Ostern wichtig wäre, wenn du die Auferstehung Jesu Christi ernst nimmst, meidest du diese Person nicht. Stattdessen sagst du etwas wie: „Anna, das mit deinem Job tut mir so leid. Hans, ich kann mir nur vorstellen, wie sehr du leidest. Julie, auch wenn wir Trost darin finden, dass unser Herr bei Peter ist, muss es schwer sein, allein zu sein. Darf ich für dich beten?”
Wenn du dein Leben so lebst, als ob Ostern wichtig wäre, werden die Leute neugierig. Deine Kollegen und Freunde, und vielleicht sogar deine Familie, werden Dinge zu dir sagen wie: „Warum verbringst du immer so viel Zeit damit, anderen zu helfen? Warum kümmerst du dich immer um andere? Was macht dich so, wie du bist?” Dann kannst du sagen: „Du willst wissen, warum ich anders bin? Ich sage dir die Wahrheit. Es ist Ostern. Ostern ist mir wichtig, und ich bete, dass Ostern auch dir wichtig wird.” Amen.
Wochenspruch
Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offenbarung 1, 18
Introitus – Nr. 29 (oder Nr. 30, oder 31) (Lukas 24, 6 u 34; Psalm 118,
Epistel
Ich erinnere euch an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt. Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Es sei nun ich oder jene: so predigen wir, und so habt ihr geglaubt.
1. Korinther 15, 1 – 11
Hauptlied
Christ lag in Todesbanden 181
Erschienen ist der herrlich Tag 183
Evangelium
Als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und den Leichnam Jesu zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.
Markus 16, 1 – 8
