2014 – Estomihi – Jes 58,1-9a – Demut und diakonisches Fasten

Jes 58,1-9a – Demut und diakonisches Fasten „Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus.“

Rufe getrost, halte nicht an dich! Erhebe deine Stimme wie
eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit und
dem Hause Jakob seine Sünden! Sie suchen mich täglich und
begehren, meine Wege zu wissen, als wären sie ein Volk, das die
Gerechtigkeit schon getan und das Recht seines Gottes nicht
verlassen hätte. Sie fordern von mir Recht, sie begehren, dass Gott
sich nahe.

»Warum fasten wir, und du siehst es nicht an? Warum kasteien
wir unseren Leib, und du willst’s nicht wissen?« – Siehe, an dem
Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und
bedrückt alle eure Arbeiter. Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt
ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten,
wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll.
Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem
man sich kasteit, wenn ein Mensch seinen Kopf hängen lässt wie
Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten
nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat?
Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los,
die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch
gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Brich
dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind,
führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und
entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und
deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit
wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird
deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen, und der HERR wird
dir antworten.

Der Herr segne an uns sein Wort! Amen

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