Zitate: Martin Luther über den menschlichen Glauben

Zitate: Martin Luther über den menschlichen Glauben und die Kirche—zum Reformationsfest 4. November 2018

  • Glaube ist ein Geschenk Gottes in unserem Herzen.
  • Das Wort Gottes ist frei, es will nicht Fesseln dulden durch Vorschriften der Menschen.
  • Unter dem Papsttum sind wir allen Irrlehren ausgesetzt gewesen. Der Grund ist: Weil wir ohne den Glauben waren. Der Glaube aber ist wie der Mittelpunkt des Kreises.
  • Die wahre Kirche besteht in der Erwählung und Berufung durch Gott.
  • Ein Schluck Wasser oder Bier vertreibt den Durst, ein Stück Brot den Hun-ger, Christus vertreibt den Tod.
  • Anmaßung ist der Kopf der Schlange.
  • Die Heilige Schrift ist ein Fluss, in dem ein Elefant schwimmen muss und ein Lamm gehen kann.
  • Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologiesündhafte Leute.
  • Die Lehre, dass man kirchliche Bußstrafen in Strafen des Fegefeuers um-wandeln könne, ist ein Unkraut, das augenscheinlich gesät wurde, als die Bischöfe schliefen.
  • Der Tod ist eigentlich nur die Angst vor dem Tode.
  • Geld ist des Teufels Wort, wodurch er in der Welt alles erschafft, so wie Gott durch das wahre Wort schafft.

Die Liebe wird auch im künftigen Leben bleiben, Glaube und Hoffnung aber werden aufhören.

  • Denn Hoffen ist aus dem Geist Gottes, aber Verzweifeln ist aus unserm eignen Geist.
  • Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand unter-tan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jeder-mann untertan.
  • Das Vaterunser ist der größte Märtyrer auf Erden. Denn Jedermann plagt es und missbraucht es.
  • Glaub und Geist sind beisammen, aber der Geist ist nicht immer offenbar.
  • Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben, weil alles Göttliche ihr absurd scheint.
  • Dem Evangelium glauben löset von Sünden.
  • Die ganze Welt lästert Gott. Nur von der kleinen Zahl der Seinen, und das sind die Ärmsten, wird er verehrt.
  • Die Sinnlichkeit ist eine Mauer und ein großer Berg, der uns hindert, unser Heil zu sehen.
  • Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.
  • Die kirchlichen Bußsatzungen sind nur den Lebenden auferlegt, nach den-selben darf Sterbenden nichts auferlegt werden.  Die Werke für den Nächsten, der Glaube für Gott.
  • Die Musik ist die beste Gottesgabe – und dem Satan sehr verhasst.
  • Vernunft vor dem Glauben und der Erkenntnis Christi ist Finsternis, aber im Glaubenden ist sie ein treffliches Werkzeug. Denn wie alle Naturgaben und -werkzeuge in den Gottlosen gottlos sind, so sind sie in den Gläubigen heilsam.
  • Wer Christus hat, hat genug.
  • Wenn ihr mit Gott zürnt, so ist kein Hilf, wo aber Gott mit euch zürnt, so ist noch wohl Rat da.
  • Man lehre die Christen, dass wer dem Armen gibt oder dem Bedürftigen leiht, besser handelt, als wer Ablass löst.
  • Ketzer sind nützlich. Wir wissen nicht, wie gut es uns ist, Gegner zu ha-ben.
  • Die Worte Christi sind immer treffend. Haben Hände und Füße. Sie gehen über alle Weisheit, Ratschläge und List der Weisen hinaus.  Was vom Himmel fällt, das ist teuflisch, was auf der Erde strauchelt, das ist menschlich.
  • Gott hat das Leben lieb, der Teufel hat den Tod lieb.
  • Reichtum ist das allergeringste Ding auf Erden, das kleinste Geschenk, das Gott einem Menschen geben kann.
  • Halt dich nur an Christum. Außer Christus gibt es keine Erkenntnis Gottes.
  • Zum Glauben und Evangelium darf niemand gezwungen werden. Es darf aber auch nicht gestattet werden, dass unter ein und derselben Obrigkeit jemand im Geheimen das Wort Gottes schmäht.

Sonstige erinnerungswürdige Zitate von Martin Luther

  • Helden sind nicht Einzelne
  • Wenn ihr die Ehe geschlossen habt, dann dürft ihr nicht zurück, wenn es auch schlimm ausgeht. Betet nur, es ist sehr vonnöten.  Man könnt einen nicht höher schelten als einen Heuchler, dieser ist die schlimmste Pest.
  • Wenn aber eine Frau auch etwas bitter ist, muss sie trotzdem ertragen werden, denn sie gehört ins Haus.
  • Der ersparte Pfennig ist redlicher als der erworbene. Du kannst nicht verhindern, dass ein Vogelschwarm über deinen Kopf hin-wegfliegt. Aber du kannst verhindern, dass er in deinen Haaren nistet.
  • Meine Gedanken haben mir weher getan denn all meine Arbeit.
  • Die Welt ist voll alltäglicher Wunder.
  • Es gibt viele, die sind nicht wert, dass sie ein gutes Werk tun. Denn es ist ein großes Ding, dass ein Mensch würdig ist, ein gutes Werk zu tun.
  • Denen, die wirklich arm sind, muss man helfen.
  • Ein Ehemann muss bei seiner Frau und seinen Kindern viel übersehen können, und doch soll er das »Gesetz« nicht unter den Tisch fallen lassen.  Man muss geben, will man anders etwas haben.
  • Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man sie fortwälzt, je größer wird sie.
  • Denn es ist besser, mit eignen Augen (zu) sehen als mit fremden.
  • Gold bleibt Gold am Halse der Hure, der Leib der Hure ist gleicherweise Kreatur Gottes wie der Leib der ehrbaren Ehefrau: So ist die Eitelkeit zu beseitigen, nicht die Wesenheit.
  • Es ist keine Lehre so närrisch oder schändlich, die nicht auch Schüler und Zuhörer finde.
  • Glaube nicht alles, was Du hörst, sage nicht alles, was Du willst, tue nicht alles, was Du magst.
  • Der Mensch bleibt närrisch bis ins vierzigste Jahr, wenn er dann anfängt, seine Narrheit zu erkennen, so ist das Leben schon dahin.
  • Gute Werke haben keinen Namen.
  • Es ist keine Tugend, edel geboren (zu) werden, sondern sich edel (zu) machen.
  • Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohl lebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.
  • Wer das Geringe verschmäht, dem wird das Große nit.
  • Höchste Knechtschaft und höchste Freiheit, beides sind höchste Übel.
  • Ich weiß drei böse Hunde: Undankbarkeit, Stolz, Neid. Wen die drei Hunde beißen, der ist sehr übel gebissen.
  • Den Menschen dienen, den Dankbaren sowohl wie auch denen, die uns nicht danken – Das ist ein Mann.

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