Louis’ Seite – Weniger ist mehr

Ihr Lieben! Ich habe dieser Kolumne von Idikó Kürthy ‚Problemzonen‘ ‚Weniger ist mehr‘ Brigitte Nr. 6 Mai. 22.02.2012, Seite 192, gefunden.

Das Thema ,Weniger ist mehr‘ Überfluss und unser Leben ,wie auch unser Leben im Glauben. Ich behaupte, wenn man alles haben kann, welches man sich wünscht, dann wird das Leben irgendwann langweilig und öde. Es besteht nicht mehr die Freude auf etwas Neuem, wofür man Jahre gespart hat. Es ist alles zu haben und das in Hülle und Fülle, viel mehr als genug.

Wenn man aufgeschlossen ist, wird man irgendwann erkennen, dass einem etwas fehlt. Man besitzt so viel, aber ganz glücklich wird man dabei nicht. Einige reiche Farmer reihen eine Farm nach der anderen und des öfteren geht es nicht mit rechten Dingen zu. Es wird vielmals nicht mehr nach den Geboten gefragt, wenn man einen übers Ohr haut, ist das weiter nicht so schlimm, und wenn man einem, dem es finanziell nicht gut geht, sieht man nicht viel damit verkehrt, ihn finanziell abzuwürgen und die Farm zu erpressen. Mein Neffe, der bei einem Posaunenfest, die vielen teuren ‚smarten, Autos beschaut hatte, hatte bemerkt ‘Seher ein Mal die ganzen Götzen an.‘ Nun das ist übertrieben und dennoch musste ich durch die Jahre viel darüber nachdenken, denn seiner Aussage hatte doch etwas wahres.

Es gibt mir zu denken, wenn man im Gottesdienst zum Beispiel laut stark singt. Erweitere dich mein Herzensschrein, Du sollst ein Schatzhaus werden. Die Schätze, die viel größer sein Als Himmel, Meer und Erden Weg mit dem Schätzen dieser Welt (Weg, weg mit der Melisernte, weg mit der Kälberernte,weg weg mit einem Teuren vier angetriebenes tolles Gefährt, weg mit den Ferienhäusern in dem Buschfeld, weg mit eitlen Putz und Schmuck, weg mit Galoschen und mit schmucken Kleider, weg mit allem Komfort, Fernseher, Laptop, Computer Ipod und Tablett – denn ich habe etwas Besseres gefunden – wirklich!“ Ist man glaubwürdig, wenn man Verse von solch einem Inhalt gedankenlos singt. Mein großer Schatz, Herr Jesus Christ, Ist dieses was geflossen aus deinen Wunden.

Das singt man , während der Mund in der Pause zugeflossen ist. Und dann kann es geschehen, wenn ein Laie den Mut hat , zu bekennen, dass er Christus seinen Heiland sehr lieb hat, dann werden mehrere unruhig, der einer muss unbedingt zur Toilette, ein anderer möchte schnell etwas erledigen und so verschwindet einer nach dem anderen Bei den Muslimen, die Christen geworden sind ist das ganz anderes, sie lieben Christus ganz innig und werden sich eher den Kopf abschlagen, halb tot schlagen lassen und bis zum äußersten martern lassen, als Christus zu verleugnen.

Es ist durchaus möglich, dass der einer oder andere unter uns, aus Scham verlacht zu werden , es nicht wagt, zu sagen, dass man Christus seinen Heiland lieb hat. Abul fragte Abraham, der zum Tode verurteilt war, weil er als Muslim Christ geworden war‘ Kannst du diesem Jesus nicht einfach absagen? Abrahams Antwort erschreckte mich: ‚Ich kann ihn nicht, weil er mich nicht loslassen würde. „Bei Abraham war das was wir manches Mal so gedankenlos singen, „Meinen Jesus lass ich nicht.‘ bittere ernste Wirklichkeit geworden. Mich bekümmerte die bevorstehende Hinrichtung und ich drängte ihn erneut. ‚Du kannst ja glauben, was du willst, aber sag doch einfach, dass Christus nicht Gott ist und rette dein Leben!

Christus war wirklich der Schatz Abrahams, die eine kostbare Perle, mit der er alles wagte, auch sein Leben. Abraham antwortete leise und flüsternd; „Ich würde keinen Menschen anlügen‘ Wie könnte ich den Sohn Gottes anlügen, der sein Leben für mich gegeben hat? Er gab sein Leben für mich! Könnte es etwas Schöneres geben , als für ihn zu sterben? (Von mir hervorgehoben) (Um jeden Preis! Bewegende Lebensgeschichten, von Muslimen, die Jesus begegnet sind) Es wird kaum vorkommen, dass man Worte der Schrift, die einem viel wert sind, miteinander teilt. Das ist nur für diejenigen, die sich einbilden, dass sie heilig sind. Oder gar Frömmler oder Schwärmer sind, die man lieber meidet als sich mit ihnen anzufreunden.

Mitunter wird der einer oder andere von “Holzköpfen” und “Kaffern” sprechen und nicht dabei bedenken, dass Christus sich nicht gescheut hat für diese verachteten Kreaturen zu sterben. Ich versündige mich auch des öfteren, wenn ich abfällig über unsere schwarzen Bürger oder noch schlimmer abfällig über schwarze Christen spreche. Da ist einiges, was mich einfach ärgert und wo ich sie einfach nicht verstehen kann und einiges was mir gegen die Hautschnur geht – das gibt mir aber vor Gott nicht recht über sie zu urteilen, und abschätzig von ihnen zu sprechen. Der arme “Kaffer” wird in den Himmel kommen und manch Anständigen, den wir in unser Umgangsdeutsch einen schönen Menschen nennen, wird es nicht.

Ein Wort in der Heiligen Schrift macht mir zu schaffen, wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden und mit dem Maß mit dem ihr anderer verurteilt und beschimpft ,werdet ihr gemessen werden. Das Wort Racha bedeutet Hohlkopf also genau das, wenn wir die Farbigen ‚Holzköpfe‘ nennen. Jesus Christus sagt der ist des Hohen Rats schuldig. In dem Johannes Brief stehts geschrieben: ”Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott und hasst, verachtet seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt , den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht”. Liebe Freunde, das sind Worte, die mir sehr zu schaffen machen. Ich kann nicht mit ehrlichen Herzen sagen, dass ich meinen schwarzen Mitbruder und Mitschwester wirklich von Herzen liebe.

Hier hoffe ich, dass Gott mich durch diese enge Pforte führt und mich aus meinen Vorurteilen befreit, was ich auch glaube, dass er es tun wird. Hier wird jeder für sich wissen, ob er seinen schwarzen Mitbruder und Mitschwester liebt. Ich bin überzeugt, dass wir alle noch durch ein tiefes Tal von Gottes Züchtigungen und Gericht hindurch gehen müssen, wenn wir ewig selig werden wollen. Ich kehre zu meinem Gedanken der Genügsamkeit. Ja wir sind gegenüber vielen in der Welt materiell sehr reich.

Wir haben es gut, wir haben zu Essen mehr als genug, wir haben eine Überfülle von irdischen Gütern und auch Luxus. Wir stehen gut da. Ich habe Zeiten erlebt, in der mir 5 oder 10 Cent fehlten ein Brot oder Milch zu kaufen. Ich konnte es mir nicht leisten. Jetzt geht es mir finanziell gut, aber ich möchte für nichts in der Welt, die Zeiten vermissen, in der ich ‚darben‘ musste. Diese Zeiten haben mich reich und genügsam gemacht, ich kann wirklich mit Paulus bekennen. „Ich kann niedrig und kann hoch sein –haben und nicht haben –mir ist alles und jedes vertraut beides satt sein und hungern, beides Überfluss haben und Mangel leiden > Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.

Vielleicht ist doch ein bisschen zu 10 hoch gestochen mich so mit Paulus zu identifizieren. Ich bin nicht verfolgt worden. Ich habe aber mit einer Angst, die von einen Tag zum anderen im meinem Leben kam, viel schreckliches Leid , furchtbare demütigende und entwürdigende, entmenschlichten Situation erlebt. Meine schrecklichen Erfahrungen haben mich sehr einsam gemacht. Von all den Freunden und Personen, die in Deutschland und Südafrika, weiß ich von keinen, der psychisch und geistlich so viel entsetzliches erlebt habe wie ich. Ja, ich kenne Verzagen, Verzweifeln und nicht verzweifeln können. Ja ich habe in den letzten zwei Jahren viel und oft geseufzt: Mein Leben ist nicht mehr schön. Ich habe keine Freude mehr daran zu leben, Das war das Schreckliche! Leben konnte ich nicht, sterben auch nicht, das war wirklich eine Qual. Aber Gott, der diese Tiefen zugelassen hatte, wenn ich auch mit Zeiten sehr aufständisch war, hat mich nicht fallen lassen.

Er hat von mir nicht gelassen und ich konnte von ihm nicht lassen. Mein Gott und Heiland Jesus Christus und die treuen Christen Freunde hier und in Deutschland haben mich durch diese Tiefen begleitet, ob gleich es ihnen ganz gewiss nicht einfach war. Die irdischen Güte, die mir ganz gewiss nicht gleichgültig sind und an denen ich Freude habe, die sind mir aber nicht mehr in dem Sinne wichtig, weil ich Stunden erlebt habe, in der ich Qualen ausgestanden habe, dass Gott dich ewig verdammen würde, können nicht mehr den Stellenwert haben, den sie einmal hatten Der Wohlstand ist nicht verkehrt, aber es kann so leicht schrecklich schief gehen.

Der Wohlstand kann wenn man sich nicht vorsieht abstumpfen, weil man alles im Überfluss hat, schätzt man nicht mehr was man hat, es ist ‚common‘ geworden. Ja wir dürfen uns an unsere irdischen Güter erfreuen, sie dürfen aber nicht unseren Glauben an Gott abkühlen lassen. Darum finde ich die Worte Paulus so schön, haben als ob man nicht hat, freuen als freute man sich nicht, etwas besitzen als besäße man es nicht. Und die Welt gebrauchen, also ob sie die Welt nicht brauchten. Ich wünsche euch allen und mir selbst Genügsamkeit, Gelassenheit, Zufriedenheit, Heiterkeit – und bedenkt ‚weniger ist mehr‘ Mit freundlichen Grüßen Euer

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